Wie gut, dass mein Nutzername quasi überall der selbe ist.
Hier seht ihr mein Auto: einen Verbrenner.
Einen schon damals etwa zehn Jahre alten Nissan Micra K11 1,0L Monitor

Aus Transparenzgründen ist hier mein Profil des Nissan Micra verlinkt.
Weil ich auf dem Land auf ein Auto angewiesen bin und mir kein eAuto leisten kann. Ich wohne in einer kleinen Gemeinde nahe der Stadt Ansbach. Es gibt zwar einen Bus; aber der fährt ausschließlich für den Schulverkehr, einmal morgens, zweimal nachmittags, einmal abends. Das Gymnasium, in dem ich mein Abitur erwarb, ist ca. 10km entfernt. Hartgesonnene mögen diese Strecke innerstädtisch, bei gut ausgebauter Infrastruktur, täglich zur Arbeit mit dem Fahrrad zurücklegen. Hier bei mir gibt es keine Radwege und auf dem Fahrtweg liegen mehrere Steigungen. Und die Busfahrkarte musste in der Oberstufe bezahlt werden. Das machte keinen Sinn mehr, als ich achtzehn Jahre alt wurde und mir meine Patentante den Micra schenkte. Also fuhr ich mein letztes Schuljahr mit dem Auto zum Gymnasium.
Logischerweise waren das nicht die einzigen Fahrten. Der Micra begleitete mich ins Kino, ins Freibad, zu Freunden, zu Sommertagen am See, zu Dates, … Er bedeutete für mich Freiheit. Freiheit, die ich so ohne Auto nicht gehabt hätte.

Während meines Studiums in Potsdam brauchte ich den Micra nicht und meine Schwester fuhr ihn. In Potsdam und dem Berliner Umland war die Infrastruktur ausgebaut, die S4 fuhr im 10-Minuten Takt und brachte mich überall hin, wofür das Fahrrad nicht reichte. In Potsdam fuhren Bus, Straßenbahn und S4 und brachten mich überall hin, wo ich wollte, egal ob zur Uni, zu meiner Werkstudentenstelle bei Siemens (Energy) in Spandau, zum Schwimmtraining oder zur praktischen Prüfung des SBF Binnen. Was den ÖPNV angeht, herrschten dort fast paradiesische Zustände.

Wieso man dort mit dem Auto unterwegs war, erschloss sich mir nicht. Ich kenne also beide Welten: die Großstadt mit ÖPNV und den ländlichen Raum mit dem Auto.
Im Zuge der Coronapandemie zog ich zurück in meine Heimat und bin seit dem wieder auf das Auto angewiesen. Und wenn es nur bis zum nächsten Bahnhof ist.
Bis zu jenem Tag, an dem ich beim rechts abbiegen auf nasser Straße von der Fahrbahn abkam und im Graben landete. Mir ist dabei nichts passiert, doch die Hinterachse meines Micras ist dabei (ein)gerissen: Wirtschaftlicher Totalschaden.
Dieser Beitrag wurde am 10.03.2026 grundlegend überarbeitet. Wie es weiter gegangen ist, erfahrt ihr in einem zukünftigen Beitrag.